75 Jahre VHS Winnenden: Entwicklungen, Veränderungen, Konstantes, Kurioses


Gut besuchter Online-Vortrag von Elke Adolf

75 Jahre VHS - wie würdigt man solch ein Jubiläum in Corona-Zeiten? Online und mit einem ganz und gar nicht langweiligen Vortrag unserer ehemaligen Fachbereichsleiterin Elke Adolf. Sie nahm die insgesamt 25 Zuhörerinnen und Zuhörer mit auf eine kurzweilige, mit persönlichen Erinnerungen gespickte Reise durch die Entwicklung der Volkshochschule in Winnenden

Bei ihren Recherchen im Stadtarchiv ist sie auf so manches Interessante in der Geschichte der Bildungsinstitution gestoßen. Im Gründungsjahr 1946 zum Beispiel - das Leid und die wirtschaftliche Not nach den Kriegsjahren waren groß - standen Fremdsprachen auf dem Programm der neu gegründeten Volkshochschule. Warum? „Die Leute wollten sich mit der Besatzungsmacht verständigen“, erklärte Elke Adolf. Dazu mussten sie Englisch lernen.

Sie fand kuriose Kurstitel, die heute nicht mehr verwendet würden, wie „Die Küche – Werkstatt der Frau“ (1955), „Italiener sind auch Menschen“ (1956) oder „Vater lernt Mengenlehre“ (1971) und beschrieb, wie der technische Fortschritt in der VHS Einzug hielt – von mit Matrizen vervielfältigten Programmen mit ihrem ganz eigenen Duft über den ersten eigenen EDV-Kursraum bis zur Einführung einer Verwaltungssoftware. „Zu Beginn mussten wir Plätze in EDV-Kursen verlosen, weil die Nachfrage so groß war“, erinnert sie sich. Dass die Digitalisierung allerdings so rasant weitergehen würde, war, bevor Corona kam, nicht abzusehen. „Als ich vor einem Jahr gegangen bin, hätte ich nicht gedacht, dass ein Online-Betrieb möglich ist“, betonte Elke Adolf, die mittlerweile in Rente ist. 

Mit vielen Bildern und Anekdoten erzählte die Referentin auch von den vielen Umzügen und der andauernden Raumsuche der vhs, von der Weiterentwicklung des Kursangebots und der Entwicklung der Programmhefte. 


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